Traumdeutung und Arten von Träumen

Traumforscher haben mehrere verschiedene Kategorien von Träumen entdeckt, die sowohl für Menschen, die versuchen wollen, ihre eigenen Träume zu deuten als auch für Psychologen und Therapeuten sehr hilfreich sein können.

1. Der Tagtraum

Obwohl es sich hierbei nicht um einen klassischen Traum handelt, weil er im Wachzustand stattfindet, kann er uns doch einiges über die anderen Traumformen lehren.

Man schätzt, dass die meisten Menschen zwischen 70 und 120 Minuten pro Tag mit Tagträumen verbringen. Diese spielen sich auf einer Bewusstseinsebene ab, die unter der des normalen Wachzustandes liegt, aber über der des Schlafs. Der Tagtraum befindet sich genau in der Mitte zwischen diesen beiden Polen.

Während eines Tagtraums gestatten wir es unseren Vorstellungen, uns von den banalen Aufgaben des Tages fort zu führen. Die Gedanken dürfen abschweifen und wandern und die bewusste Wachsamkeit ist reduziert. Wir können uns völlig in der Fantasie oder dem imaginären Szenario verlieren.

2. Der Klartraum

Klarträume gehören zu den faszinierendsten Themen in der gesamten Traumforschung. Hierbei ist sich der Träumende während des Traums der Tatsache bewusst, dass er träumt. Das Auftreten solcher Klarträume variiert stark von Person zu Person. Einige Menschen haben nie derartige Träume während andere berichten, dass fast 100% ihrer Träume in diese Kategorie fallen.

Während die meisten Träumer aufwachen wenn sie erkennen, dass sie ja gerade nur träumen, sind andere sogar in der Lage, in dem Traum zu verbleiben und ihn zu beherrschen. Sie werden dann zu aktiven Mitwirkenden in ihren Träumen und können die weitere Handlung nach Belieben bestimmen. Solche Leute erleben die schönsten und interessantesten Träume.

3. Der Alptraum

Viele Menschen werden von beängstigenden Träumen geplagt, die man im Volksmund als Alpträume bezeichnet. Kleine Kinder leiden besonders oft darunter und berichten in der Folge von Monstern im Schrank oder unter dem Bett.

Natürlich beschränken sich Alpträume nicht auf die Kindheit. Auch viele Erwachsene leiden darunter, insbesondere wenn sie im wirklichen Leben traumatisiert wurden, wie beispielsweise Kriegsveteranen.

Alpträume sind verbreitet unter Menschen, die besonders viele Probleme im Leben hatten: psychische Probleme, Erfahrungen mit Drogen oder Alkohol, schwierige Familienbeziehungen oder Missbrauch. Die Behandlung sollte daher die Zielsetzung haben, das auslösende Trauma aufzuarbeiten.

4. Der ständig wiederkehrende Traum

Die meisten Menschen haben irgendwann in ihrem Leben schon einmal eine Phase erlebt, in der ein bestimmter Traum mit nur winzigen Varianten oder völlig identisch ständig wiederkehrte.

Einige dieser Träume sind positiv und erbaulich, aber die Mehrzahl ist negativ. Dazu kann es kommen weil das Ereignis aus dem realen Leben, das den Traum ausgelöst hat, bislang ungelöst blieb. Dieses dem Ganzen zugrunde liegende Thema zu bearbeiten sorgt meist dafür, dass der Traum nicht mehr wiederkehrt.

5. Der Heilungstraum

Heilungsträume werden oft als eine Botschaft an den Träumenden in Bezug auf dessen Gesundheit betrachtet. Sie spornen ihn oft an, einen lange aufgeschobenen Besuch beim Arzt oder Zahnarzt in Angriff zu nehmen.

6. Der prophetische Traum

Prophetische Träume werden auch als präkognitive Träume bezeichnet und die Träumenden berichten oft von der Fähigkeit, anhand dieser Träume die Zukunft vorherzusagen. Unabhängige Studien hierzu sind jedoch rar und daher ist man sich nicht schlüssig, ob diese Fähigkeit wirklich existiert.

7. Der epische Traum

Epische Träume sind sehr selten, aber für diejenigen, die schon einmal einen solchen Traum erlebt haben, sind sie unvergesslich. Epische Träume sind so lebhaft, anschaulich und fesselnd, dass man sie einfach nicht ignorieren kann. Selbst an die winzigsten Details dieser Träume kann man sich oft noch viele Jahre später erinnern. Diese epischen Träume können für den Träumenden eine Menge Symbole und Bedeutung beinhalten.

Traumdeutung